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| Zuletzt geändert am: 5.09.2010 |
Grüne Krefeld - http://gruene-krefeld.de/ |
Bereits wenige Stunden nach Fertigstellung des Koalitionsvertrages zwischen SPD und Grünen im Landtag ermöglichte der Krefelder Grüne Kreisverband seinen Mitgliedern, die Ergebnisse der zweiwöchigen Verhandlungen am 6.7. zu diskutieren. Die neugewählte NRW-Partei-vorsitzende Monika Düker, MdL und Mitglied der Verhandlungskommission, war der frühen Einladung der Krefelder gerne gefolgt, um die Grundzüge der Vereinbarungen vorzustellen.
Mit großer Zufriedenheit wurde festgestellt, dass die Koalitionsvereinbarung einen echten ökologischen und sozialen Politikwechsel beinhaltet. Düker wies insbesondere auf das Umbauprogramm Schule für die Ermöglichung längeren gemeinsamen Lernens, die Abschaffung der Studiengebühren, die ökologische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik und die höhere Gewichtung des ÖPNV mit der Förderung des Sozialtickets hin.
Positiv beurteilen die Krefelder Grünen auch die angekündigten Verbesserungen für die Kommunen: Zins- und Tilgungshilfen für finanziell Not leidende Kommunen, Erleichterung ihrer wirtschaftlichen Betätigung, sowie die Rückkehr zur früheren Praxis des Abfallwirtschaftsplans zur regionalen Müllentsorgung und der verbindlichen Zuweisung von Abfallströmen, was im Ergebnis den Krefeldern höhere Müllgebühren erspart.
Große Zustimmung erfuhr die Einbringung eines Klimaschutzgesetzes sowie die klar formulierten Ziele im Hinblick auf CO2-Reduzierung in NRW. Damit werden aus Sicht der Krefelder Grünen auch die Rahmenbedingungen für die Verhinderung des Kohlekraftwerkes in Krefeld verbessert. Die Krefelder Grünen appellieren an die Krefelder SPD, diese Umkehr in der Klimapolitik des Landes zum Anlass zu nehmen, den Ausstieg aus den Plänen für das geplante Steinkohlekraftwerk zu unterstützen.
Insgesamt gab die Mitgliederversammlung den vier Krefelder Delegierten auf der bevorstehenden Landesdelegiertenkonferenz am Samstag in Neuss ein positives Votum für den Koalitionsvertrag, der für einen klaren sozial-ökologischen Politikwechsel steht.

Zum internationalen Tag gegen Lärm am 28. April machen die Grünen auf die zunehmende Belastung der Menschen durch den immer weiter ansteigenden Verkehr aufmerksam.
Wie das Gutachten für die Lärmaktionsplanung für Krefeld festgestellt hat, sind viele Straßen deutlich zu laut. Die Anwohner insbesondere an der Kölner Str., Ritterstr., St. Antonstr., Philadelphiastr., an den Ringen, an der Bahnstraße und am Glockenspitz müssen den Krach seit vielen Jahren ertragen. Die gesundheitlichen Belastungen, denen sie Tag und Nacht ausgesetzt sind, lassen sich kaum ermessen. Neben Herzkreislauferkrankungen führt Lärm zu psychischen Veränderungen, mindert die Leistungsfähigkeit und beeinträchtigt das Lebensgefühl. Die Bewohner an den stark befahrenen Straßen Krefelds wie z.B. am Preussenring oder an der Dahlienstraße (betroffen durch die Berliner Straße) kämpfen seit Jahrzehnten vergeblich für mehr Lärmschutz.
Maßnahmen zum Lärmschutz, wie sie auch der Lärmaktionsplan Krefeld vorsieht, sind unter anderem: Lärmschutzwälle, Reduzierung des Tempos auf 50 km/h oder 30km/h und Flüsterasphalt. Die Grünen fordern zusätzlich: Ausweitung und Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrnetzes.
Die Aktion ist eingebunden in die deutschlandweiten Aktivitäten zum Internationalen Tag gegen Lärm www.tag-gegen-laerm.de

Keine Laufzeitverlängerung für AKWs
24 Jahre nach dem SuperGAU in Tschernobyl fordern die Atomkonzerne zusammen mit den schwarz-gelben Regierungen im Bund und in NRW Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke. Doch Atomkraft ist eine hochriskante und unbeherrschbare Technologie. Nach wie vor gibt es kein Endlager für den Atommüll. Eine Laufzeitverlängerung würde vor allem eins bringen: Milliarden in die Kassen der Energiekonzerne - allen voran RWE und E.ON. Und eine Laufzeitverlängerung und der geplante Neubau von Kohlekraftwerken in NRW würde vor allem eins verhindern: den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien.
Auch wenn in NRW keine Atomkraftwerke stehen, ist das Land dennoch Zentrum der Atomenergie. Zum Zwischenlager Ahaus sind hunderte Atommülltransporte geplant. In Gronau gibt es die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. In Duisburg-Wanheim wollen E.ON und die RWE-Tochter GNS weiter Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken konditionieren und über Ahaus zum Schacht Konrad bringen. Jülich, Hamm und Würgassen leiden unter atomaren Altlasten.
Wir Grüne fordern: Die Atomkraftnutzung muss so schnell wie möglich beendet werden. Wir wollen keine Renaissance der Atomenergie. Wir fordern den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft, keine Aufweichung des Atomkompromisses und eine echte Energiewende. Erneuerbare Energien müssen konsequent ausgebaut werden. Kohle und Atom sind die Energieträger von gestern.
Dafür kämpfen wir, und dafür gehen wir in breiten Bündnissen auf die Straße.
Atomkraft - Nein Danke! Atomausstieg jetzt!
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Eine sehr lebhafte Diskussion im Alevitischen Kulturverein am
18. April 2010 mit den LandtagskandidatInnen der Grünen, SPD und Linken bewies das große Interesse der Aleviten an der Landespolitik und an einer rot/grünen Veränderung.
In Kürze werden die Grünen wieder bei den Aleviten zu Besuch sein, wenn am 8. Mai die Grüne Jugend mit ihrer Tour de Religion dort Station macht.
Am 25. März konnten Dank der Spenden der LandtagskandidatInnen Ina Spanier-Oppermann (SPD) und Heidi Matthias (B90/Die Grünen) in Elfrath drei neue Hainbuchen gepflanzt werden. Neben Frau Oppermanns Sohn, Phillip leisteten noch die BezirksvertreterInnen Anja Cäsar und Christoph Aretz tatkräftige Unterstützung beim Pflanzen und Gießen. Die Abgesandten der Aktion "3333 Bäume für Krefeld" Caco und Georg Dammer vom Werkhaus verliehen den beiden Spenderinnen verdiente Urkunden.
Am 28. und 29. November wählte die Landesdelegiertenkonferenz der NRW-Grünen im Öko-Zentrum Hamm ihre Landesliste für die Landtagswahlen am 9. Mai 2010.
Die Stimmung war gut - scheint es doch nach den aktuellen Politumfragen erstmals seit langem möglich, die schwarz-gelbe Mehrheit zu brechen.
Schwarz-gelb ohne Mehrheit und die NRW-Grünen mit rd. 12 Prozent drittstärkste Kraft - dieses Umfrage-Ergebnis zeigt, was möglich ist.
Der Krefelder Kreisverband war mit 4 Delegierten plus Ersatzdelegierten dabei.
Die von den Delegierten gewählte Landesliste, an deren Spitze bewährte Abgeordnete stehen, weist ein starkes Kontingent aus dem Bezirk Niederrhein-Wupper (NrW) auf.
Mit dabei Hans Christian Markert, der unser Bundestagskandidat für den Krefelder Süden war. Wir gratulieren allen KandidatInnen auf der Landesliste, insbesondere den 6, die das Votum des Bezirksverbandes hatten und sich platzieren konnten:
- Sylvia Löhrmann (Platz 1)
- Monika Düker (Platz 7)
- Oliver Keymis (Platz 8)
- Hans Christian Markert (Platz 18)
- Stefan Engstfeld (Platz 20)
- Ruth Seidel (Platz 21)
Bei einem zweistelligen Wahlergebnis haben alle 6 eine reelle Chance, in den nächsten Landtag einzuziehen.
Weitere Informationen zur Landesdelegiertenkonferenz
unter www.gruene-nrw.de
Gute Gründe gegen das Kohlekraftwerk
Wir von Bündnis 90 / Die Grünen in Krefeld lehnen
den Bau des 800 MW-Steinkohlekraftwerks Uerdingen ab, weil …
● sich dadurch der Ausstoß des Klimakillers CO2 in Krefeld mehr
als verdoppeln würde. Und das für die kommenden 40 bis 50 Jahre.
● sich die Staubbelastung durch lungengängige Partikel in der
Region durch weitere 400.000 kg pro Jahr drastisch erhöhen
würde, obwohl Krefeld schon die höchste Feinstaubbelastung
bundesweit hat.
● riesige Mengen Schwermetalle (u.a. Blei, Nickel, Cadmium,
Quecksilber) etc. freigesetzt würden, die die hohe Rate von
Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen in Krefeld weiter
ansteigen ließe.
● das Ökosystem des Rheins durch das vom Kraftwerk benötigte
Kühlwasser geschädigt würde und zudem in heißen Sommern
mit Abschaltungen des Kraftwerkbetriebs zu rechnen wäre.
● die Anlieferung der Kohle mit Schiff, Bahn oder auf der
Schiene zu großen Umweltbelastungen führen und
Lärmbelastungen massiv erhöhen würde, insbesondere
fur die Uerdinger BürgerInnen.
● die im Kohlekraftwerk erzeugte Energiemenge in unserer
Region gar nicht gebraucht wird. Profitieren würden nur die
Unternehmen, aber nicht die in Krefeld lebenden
und arbeitenden Menschen.
● alle Aussagen von Bayer und Trianel über die Abschaltung
der alten Kessel oder einen Wirkungsgrad des Kraftwerks
von über 60 % sind heiße Luft und nicht realisierbar.
● es eine umwelt- und gesundheitsfreundlichere Alternative
durch ein modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk gäbe,
wodurch genauso viele Arbeitsplätze entstehen
würden, der Strombedarf des Chemieparks langfristig
gesichert wäre und effizienter Energie erzeugt werden könnte.
Wenn Sie etwas tun wollen, können Sie…
● sich an den Unterschriftenaktionen beteiligen,
denn an vielen Orten in Deutschland
haben die Proteste Wirkung gezeigt und Erfolg gehabt.
● eine Einwendung im Rahmen des von der Bezirksregierung
durchgeführten Genehmigungsverfahrens schreiben,
Anleitungen und Musterschreiben werden erstellt.
● Ihre Ablehnung öffentlich machen, Leserbriefe an Zeitungen
schreiben, Ihren Protest an Bayer, Trianel, die Krefelder
Stadtwerke und an alle Fraktionen im Rathaus übermitteln.
● Ihren Stromanbieter wechseln. Wählen Sie einen Versorger,
der auf Strom aus Kohle und Atomenergie verzichtet.
Informieren Sie die Stromversorger über die Gründe Ihres
Wechsels. Nur dadurch werden sich die Unternehmen Gedanken
über umweltfreundlichere Alternativen machen.
V.i.S.d.P.: Stefani Mälzer – Bündnis 90 / Die Grünen, Von-der-Leyen-Platz 1, 47798 Krefeld
Bilder der Demonstration vom 06.06.09 siehe unter "Alben"